Stahl-Innovationspreis
Stahl im Bauwesen – Gewinner 2015

Ausgezeichnet mit dem Stahl-Innovationspreis 2015 in dieser Kategorie wurden:

1. Preis: Edelstahl-Fassade der Kita „Miniapolis“
Arbeitsgemeinschaft JSWD Architekten und Chaix & Morel et Associés, Köln/Paris

2. Preis: Messe Frankfurt – Ovaldach am Tor Nord
Ingo Schrader, Architekt BDA, Berlin
B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH, Frankfurt/Main

3. Preis: Treppe „cut it!“, geschnitten aus einem Stück Stahlblech
Spitzbart Treppen GmbH, Oberasbach

1. Preis: Edelstahlfassade der Kita „Miniapolis“

Statt traditionelle Wandbaustoffe einzusetzen, entwickelte die Arbeitsgemeinschaft JSWD Architekten und Chaix & Morel et Associés für den Neubau einer Kindertagesstätte in Essen dreidimensional geformte Fassadenelemente aus gelochten Edelstahlblechen, die das Gebäude mit an den Stoßflächen fließenden Übergängen wellenförmig umhüllen. Für die Herstellung der Elemente wurde ein hydromechanischer Umformprozess gewählt, der eine kostengünstige und materialsparende Fertigung erlaubt. Der sehr ästhetische und durch den Einsatz des bisher im Bauwesen nicht üblichen Umformverfahrens auch äußerst wirtschaftliche Einsatz von stabilen, plastischen Bauelementen eröffnet neue Marktchancen in der modernen Fassadenarchitektur.

1. Preis: Stahl im Bauwesen – Edelstahlfassade der Kita „Miniapolis“

© Thomas Lewandovski

 

2. Preis: Messe Frankfurt – Ovaldach am Tor Nord

Der Architekt Ingo Schrader und die B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann realisierten für die Frankfurter Messe mit einem sehr filigranen, ovalen Dach aus Stahl einen markanten Orientierungspunkt von hoher ästhetischer Qualität. Minimaler Materialeinsatz und damit hohe Ressourceneffizienz der asymmetrisch und nicht hierarchisch angeordneten Stütz- und Dachkonstruktion resultieren aus einem mehrstufigen computerbasierten Optimierungsalgorithmus. In Anlehnung an den Wachstumsprozess biologischer Strukturen folgt der Materialeinsatz exakt dem Kräfteverlauf. Form und Funktion bilden eine Einheit und setzen neue Maßstäbe hinsichtlich Materialeffizienz und zukunftsweisender Architektur.

2. Preis: Stahl im Bauwesen – Ovaldach am Tor Nord der Messe Frankfurt

® Christian Richters

3. Preis: Treppe „cut it!“, geschnitten aus einem Stück Stahlblech

Die Treppe aus einem Stück: Das Unternehmen Spitzbart Treppen und der Designer Max Wehberg verwirklichten eine extravagante „Schnittgut-Treppe“, die sich ähnlich einer Pop-up-Karte entfaltet. Aus nur einem Stahlblech wird mit einem Laser eine Art Schablone geschnitten. Anschließend verwandelt sich die zweidimensionale Tafel in einem mehrstufigen Biegeprozess durch das Kanten der Stufen und Wangen in eine dreidimensionale Raumstruktur. Unbehandelt, beschichtet oder mit schall- und rutschhemmenden Stufenaufsätzen versehen überzeugt die Treppeninnovation aus einem Stück durch minimalen Materialeinsatz fast ohne Verschnitt sowie zeitloses Stahldesign.

3. Preis: Stahl im Bauwesen – Treppe „cut it!“

® Spitzbart Treppen

Weitere Informationen zu den Gewinnern des Stahl-Innovationspreises 2015 finden Sie in der Dokumentation des Wettbewerbs und dem Video zur Vorstellung der Projekte anlässlich der Preisverleihung.